Artikel Politisch

Wie China den Glauben verfolgt – Ein trauriger Jahrestag

Vor genau 20 Jahren begann die brutale, institutionelle Verfolgung der Falun Gong-Anhänger in der kommunistischen Volksrepublik China, als am 20. Juli 1999 in einer Nacht- und Nebelaktion tausende Falun Gong-Praktizierende aus ihren Wohnungen verschleppt, verhört und gefoltert wurden. Seit diesem Tag sind tausende Anhänger der Falun Gong-Bewegung zu Tode gefoltert worden. Auch heute noch erleidet diese Religionsgemeinschaft Repressionen seitens des kommunistischen China. Ihre Mitglieder werden nicht nur im beruflichen und öffentlichen Leben diskriminiert, sondern auch in Konzentrationslager gesperrt, wo sie immer noch Folter und brutaler Behandlung ausgesetzt werden. In den letzten 20 Jahren sollen auch weit über 1,5 Millionen Falun Gong-Anhänger Opfer des organisierten Organraubs durch den kommunistischen Staat geworden sein.

Die Verfolgung von „Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht“

Falun Gong (auch Falun Dafa genannt) ist eine sehr alte buddhistische Weisheitslehre aus China, die die Veredelung von Körper und Geist zum Ziel hat und auf den Prinzipien der Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht beruht. Neben dem Leben nach den zuvor genannten Prinzipien bilden, den Angaben des österreichischen Falun Dafa Vereins nach, noch fünf Meditationsübungen den Kern der Falun Gong. Die Anhänger dieser Bewegung gibt es heute in mehr als 110 Ländern Welt.

Der Glaube – ein Dorn im Auge der Kommunisten

Seit dem Jahr 1949 ist China eine Volksrepublik – ein kommunistischer Staat. Daran hat auch die Einführung marktwirtschaftlicher Elemente in der Wirtschaft nichts geändert. Die kommunistische Regierung hat seit ihrer Gründung zig, wenn nicht hunderte Millionen von Menschenleben am Gewissen, sei es durch kommunistische Planwirtschaft, die in Gestalt von Maos „Großem Sprung nach Vorn“ Millionen Menschen verhungern ließ, durch gezielte „Säuberungen“ der Andersdenkenden, wie Maos „Kulturrevolution“, oder Einführung der „Ein-Kind-Politik“, der Millionen, wenn nicht Milliarden (ungeborene) Kinder zum Opfer gefallen sind. Das Regime hat sein Gesicht auch heute nicht verändert. Mit großer Zielstrebigkeit verfolgt es seinen größten Feind – den Glauben. Unzählige fallen ihm zum Opfer – Falun Gong-Praktizierende, Christen, Katholiken, Uiguren (Muslime) und Tibeter – werden verfolgt, in Konzentrationslager gesperrt, gefoltert und ermordet. Hinzu kommt noch die organisierte Organentnahme. Alle diese Menschen verbindet eines – sie sind anders, denn sie glauben. Sie glauben an etwas anderes, als den kommunistischen Staat.

Um dies zu verstehen, sollte man wissen, dass das oberste Prinzip des Kommunismus ist: „Es gibt keinen Gott“. Wenn es also keinen Gott gibt, gibt es auch keine absoluten Werte. Und mangels absoluter, unveränderlicher, höherer Werte kann der Regierende, in dem Fall die kommunistische Partei, bestimmen, wer oder was gut ist, und wer oder was nicht. Jeglicher Glaube untergräbt diesen kommunistischen Grundsatz und wird folglich eliminiert. Friedliche Menschen werden zu Staatsfeinden, Glaubensrichtungen aller Art als „Sekten“ deklariert und verfolgt, denn der Kommunismus hat Angst vor Konkurrenz. Er weiß, dass er auf einem Gebiet, wo die Mehrheit von Menschen an etwas Absolutes glaubt, nicht bestehen kann.  Deshalb ist Glaubensfreiheit in einem kommunistischen Staat nicht vorhanden.

Die heutige Bedrohung

Heute führt das kommunistische China eine aggressive Expansionspolitik durch die Wirtschaft. Der Konzern „Huawei“, die neue „Seidenstraße“ und wirtschaftliche Partnerschaften und Kooperationen aller Art bedrohen bereits die Freiheit der meisten westlichen Staaten. Auch im Bildungsbereich expandiert China durch die sog. „Konfuzius Institute“. Diese „Institute“ dienen der kommunistischen Propaganda unter dem Vorwand, die chinesische Sprache zu lehren, und siedelten sich bisher in Dutzenden Ländern in einer Anzahl von annähernd 500 weltweit an.

Quellen:

https://www.oe24.at/welt/Falun-Gong-Verfolgung-China-toetete-bis-zu-1-5-Millionen-Menschen-fuer-Organe/244259971

https://www.igfm.de/china-verfolgung-von-falun-gong-in-guangzhou/

https://faluninfo.at/

 

Herr Mag. Yong Wang, Obmann des Österreichischen Falun Dafa Vereins, spricht im Interview, welches nach der Vorstellung des Films „In The Name Of Confucius“ („Im Namen von Konfuzius“) von Reg. Doris Liu am 09. April 2019 in Wien gemacht wurde, von der Verfolgung der Falun Gong durch das kommunistische China, den Kommunismus, als auch die Situation in Österreich.

 

Redaktion IPP

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